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Rettungshundearbeit

Rettungshunde sind ehrenamtliche Helfer, die bei der Suche von vermissten und verschütteten Personen eingesetzt werden. Ein RH sucht völlig frei und selbständig – ohne Leine und Halsband. Es gibt 4 verschiedene Bereiche, in denen Rettungshunde eingesetzt werden.

Die erste und bekannteste ist wohl die Trümmersuche. Hier suchen Rettungshunde nach verschütteten Personen, z. B. nach Explosionen, Gebäudeeinstürzen, Flugzeugabstürzen und Erdbeben. Der Hund lässt sich weder von verschiedenen Gerüchen, Rauch oder Lärm noch durch Geräte anderer Rettungsmannschaften ablenken. Er zeigt durch Bellen die Stelle an, wo sich die verschüttete Person befindet.

Als zweiten und eben so bekannten Suchbereich gibt es die Lawinensuche. Hier werden Menschen gesucht, die nach Lawinenunglücken unter Schneemassen begraben sind. Bedingt durch die niedrige Umgebungstemperatur ist eine schnelle Rettung Voraussetzung zum Überleben. Der Rettungshund, der hier auch als biologische Ortung bezeichnet wird, zeigt die begrabene Person an durch Bellen und Scharren im Schnee.

Der Dritte und wohl am wenigsten bekannte Suchbereich ist die Wassersuche. Hier wird der Rettungshund mit einem Boot über das Gewässer gefahren. Wenn er an einer Stelle die Witterung der vermissten, ertrunkenen Person aufnehmen kann, zeigt er dies durch Bellen den Tauchern an.

In unserer Rettungshundestaffel beschränkt sich die Sucharbeit der Rettungshunde auf den vierten Bereich, die Flächensuche. Hier werden Rettungshunde eingesetzt, wenn es gilt vermisste Personen in unwegsamen, unübersichtlichen Gelände (Wald) zu suchen.

Als vermisst werden zum Beispiel weggelaufene Kinder, verwirrte ältere Personen, verletzte verirrte Personen oder suizidgefährdete Menschen gemeldet. Der Rettungshund durchstreift hier systematisch und selbständig das Waldgebiet/Suchgelände. Er braucht keinen Ansatzpunkt und keine Geruchsquelle der vermissten Person. Der Hund stöbert in der sog. Hochwindsuche und nimmt sich die Witterung aus der Luft. Die Überlegenheit des Hundes zeigt sich vor allem bei Dunkelheit. Ein Rettungshund ist schneller und effektiver als eine Suchmannschaft, denn er ersetzt 60 Personen einer Suchkette.

Zur Schnelligkeit: je nach Witterung kann ein Hund 30.000m² in 15-20 Minuten absuchen. Die gefundene Person wird durch Verbellen, Rückverweisen oder Bringseln angezeigt.

Da wir im Mittleren Erzgebirge und Umgebung sehr viel Wald und Felder haben und keine Erdbeben- oder Lawinengefahr, wollen wir hier vor Ort gute Rettungshunde ausbilden, welche dann sicher und zuverlässig bei jeder Witterung und in jedem Gelände ausdauernd arbeiten können und im Einsatzfall in wenigen Minuten vor Ort sind.

Unsere Rettungshunde-Teams sind rund um die Uhr 24h am Tag, 365 Tage im Jahr ehrenamtlich einsatzbereit, wenn es gilt Menschenleben zu retten.

 

Kontakt

DRK-Kreisverband
Mittleres
Erzgebirge e.V.

Katharinenstraße 24
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Telefon 03735 91 39-0
Telefax 03735 91 39-46

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