Ausbildung
Die Ausbildung zum Rettungshund dauert ca. 2-3 Jahre. Hier müssen Hund und Hundeführer gemeinsam lernen und sich zu einem verlässlichen Team entwickeln.
Ausbildungsinhalte für den Hund:
- Unterordnung/Gehorsam
- Gewandtheit/Geschicklichkeit (Gerätearbeit/Klettern)
- Sucharbeit
Jeder Hund muss einen RH-Eignungstest bestehen, bei dem entschieden wird, ob er sich für die Rettungshundearbeit eignet. Der Eignungstest kann schon vor Beginn der Ausbildung abgelegt werden.
Eignung des Hundes:
Für die Eignung zum Rettungshund gibt es keine festgelegte Rasse. Empfohlen wird eine mittelgroße Rasse oder Mischung. Typische Rassen sind allerdings Schäferhunde, Labrador- und Golden Retriever, Border Collie und natürlich Mischlinge.
Der Hund sollte wesensfest und nervenstark sein, nicht ängstlich und nicht aggressiv, mit gutmütigem Charakter gegenüber Menschen und anderen Hunden. Er sollte einen ausgeprägten Spiel- und Beutetrieb zeigen und sehr lauffreudig sein.
Auch das Alter des Hundes ist nicht festgelegt. Hier gilt jedoch: je jünger umso besser, denn ein junger Hund lernt leichter und schneller. Schon mit einem 10 Wochen alten Welpen kann spielerisch die Sucharbeit aufgebaut werden.
Der Hundeführer ist Mitglied im DRK. Er ist integriert im Katastrophenschutz und im Sanitätsdienst.
Ausbildungsinhalte für den Hundeführer:
- Erste-Hilfe- und Sanitätsdienstausbildung
- Grundwissen Hundehaltung/Kynologie
- Erste Hilfe am Hund
- Trümmerkunde
- Einsatztaktik
- Lagebeurteilung
- Funkausbildung
- Unfallverhütung und Sicherheit im Einsatz
- Karte- und Kompassausbildung
Weiterhin sollte der Hundeführer belastbar und teamfähig sein! Falscher Stolz und Überheblichkeit sind hier fehl am Platz.
Nach erfolgreicher Ausbildung darf das RH-Team (= Hund + Hundeführer) die RH-Prüfung ablegen. Wird diese bestanden, darf das Team in Einsätzen selbständig arbeiten.
Die RH-Prüfung muss alle 18 Monate wiederholt werden, um die Einsatztauglichkeit von Hund und Hundeführer regelmäßig zu prüfen.



